DGSG ./. NDSGA
Die deutschen und niederländischen Teams à 12 Spielerinnen plus der deutschen Kapitänin Stephanie Wiederholt reisten bereits am Sonntag gut gelaunt und voller Tatendrang in das kleine Vulkaneifelstädtchen Hillesheim an. Bei einem netten Come Together in den Klosterstuben des Hotels Augustiner lernte man sich gemeinsam bereits ein wenig kennen oder frischte alte Freundschaften auf.
Gespielt wurde an den nächsten beiden Tagen in dem hügeligen Golf-Club Eifel in Hillesheim. Der über 70 Hektar große PAR 72 Naturgolfplatz mit altem Baumbestand, mehreren Teichen und Biotopen, einem beeindruckenden Dammwildgatter als Hindernis und abwechslungsreichen Spielbahnen liegt zwischen der geologisch interessanten Vulkaneifel und dem Nürburgring. Der Wappenvogel des GC Eifel ist der Milan, den man bei ein wenig Glück auf dem Gelände sehen kann.
Am 1. Tag wurde ein 4 BBB Match Play ausgetragen, der jedem auf dem mit langen Gehwegen und teilweise blanken Fairways aufgrund der großen Trockenheit der letzten Wochen einiges abverlangte. Nach diesem Tag stand es 7,5 Punkte für Deutschland und 10,5 für die Niederlande.
Nachmittags wurde eine Führung durch die historischen Wassermühlen in Birgel durchgeführt.
Die älteste Mühle auf dem Areal stammt aus dem 13. Jahrhundert. Es handelt sich dabei um die 3-geschossige Getreidemühle, die das Herzstück des heutigen Mühlen-Erlebniszentrums bildet. Im Laufe der nächsten Jahrhunderte entwickelte sich das Anwesen wie eine Art „Zwiebel“. Das Backhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert und stellt heute noch Natursauerteig-Brot her. Die Ölmühle stammt ursprünglich aus dem Jahr 1843. Die Sägemühle wurde angeliefert und erbaut im Jahr 1917, und die Senfmühle ist eine spätere historische Ergänzung des Ensembles. Selbst ein Standesamt befindet sich auf dem Grundstück. Bevor wir unser leckeres Abendessen im Sägewerk-Restaurant einnehmen konnten, durften wir noch aus der seit 2001 bestehenden Schnapsbrennerei diverse Fruchtliköre verköstigen.
So gestärkt ging es dann am 2. Tag in das Single Match Play. Leider fiel eine deutsche Mitspielerin verletzungsbedingt aus, so dass Steffie Wiederholt an diesem Tag mitspielen durfte. Nach harten, unermüdlichen Einzelkämpfen konnten sich die deutschen Damen bis auf insgesamt 25 Punkte gegen 29 Punkte vorarbeiten. Der Sieg ging jedoch verdient an die starke Mannschaft der Niederländerinnen, die den Teller das 2. Mal mit nach Hause nehmen durften (die Deutschen hatten bereits 3 mal gewonnen).
Im Anschluss an das Wettspiel fand ein gemeinsamer Lunch im Clubhaus und die Siegerehrung statt, und die Damen gingen alle beschwingt und in dem Wissen auseinander, dass sie die vergangenen Tage ein sportliches und sehr kameradschaftliches Matchplay gespielt und sicher die ein oder andere neue Freundin gewonnen hatten. Wir freuen uns auf eine Revanche nächstes Jahr in den Niederlanden!
Zum deutschen Team gehörten: Karin Borchardt, Susanne Castro, Ulla Dechert, Marion von den Driesch, Claudia Hoffmann, Susanne Hüttemann, Caroline Lescow, Ingrid van Loo, Henrike Madest, Krystyna Ewa Peschke, Helga Wehrle und Kapitänin Stephanie Wiedeholt.
Claudia Hoffmann
Ein wunderbarer Bericht mit vielen Fotos erreichte uns auch von den Niederländerinnen. Zum Öffnen der PDF Datei bitte hier klicken.


