Holzschuhe am Abschlag, eine zauberhafte Stadt und unglaublich gastfreundliche Niederländerinnen
Schon bei der Ankunft zeigte sich Deventer von seiner allerbesten Seite: ein strahlend blauer Himmel mit kleinen Wölkchen, ein leichter Wind und ein Duft von Gras und Kiefern über dem Platz. Bereits am Montag fanden sich die ersten Spielerinnen beider Teams im “Sallandsche Golfclub“ ein: um eine Proberunde zu spielen, erste Eindrücke zu sammeln oder auf dem Übungsgelände zu testen, wie die Grüns und die Bunker sind. Der offizielle Teil des Treffens begann dann am Abend mit einem Besuch in “Jackies Restaurant“, das laut Bewertungen zu den besten in Deventer gehört. Zwei lange Tische im ersten Stock, der nur über eine sehr schmale Stiege zu erreichen war, waren schön eingedeckt, die Menükarte klang verheißungsvoll, und der ausgegebene Aperitif schmeckte hervorragend, wie später auch die verschiedenen Gänge. So waren dann auch die Gespräche lebhaft und freundschaftlich, es ging um Urlaube und Enkelkinder, um Golf und vor allem darüber, wie großartig es sei, bei der DGSG zu sein.
Schon am Abend, auf dem Weg zum Lokal, konnte man erahnen, wie hübsch die Altstadt von Deventer ist. Am nächsten Vormittag wurde der Eindruck noch vertieft. Bei einer Stadtführung mit Gert Aalberts erfuhren die Teilnehmerinnen ganz viel über den mehr als 1.200 Jahre alten Ort. Kleine Anekdoten aus der Geschichte, die vielen wunderschön restaurierten Fachwerkhäuser und die imposanten Kirchen hinterließen den Eindruck, dass Deventer auf jeden Fall eine liebens- und lebenswerte Stadt ist.
Und dann kamen wir zum Wichtigsten! Perfektes Golfwetter und sehr sympathische und freundliche niederländische Spielerinnen erwarteten uns am Dienstag im “Sallandsche Golfclub, de Hoek‘‘. Der Club wurde bereits 1934 gegründet und gehört zu den renommiertesten Anlagen in den Niederlanden. Er liegt mitten in der Natur, es ist erfreulich ruhig, und immer wieder hoppelten Hasen und huschten Nutrias über die Bahnen. Die Fairways waren gepflegt, die Grüns einigen Spielerinnen ein bisschen zu stumpf, aber letztlich war der Platz fair und sehr gut spielbar. Es stellte sich bald heraus, dass vier der holländischen Spielerinnen Mitglieder im Sallandsche Golfclub sind und dass alle niederländischen Teilnehmerinnen für das Turnier danach ausgewählt wurden, ob sie dieses Jahr schon regelmäßig ihr Handicap bestätigt hatten. Es war also eine große Herausforderung, der sich die 12 deutschen Spielerinnen aber gerne stellten.
Der Turniermodus am ersten Tag war ein Vierball-Bestball als Lochwettspiel, wobei für die ersten und die zweiten neun Loch jeweils ein Punkt vergeben wurde und schließlich noch einer für das Gesamtergebnis, so dass jedes Zweierteam bis zu drei Punkte für seine Mannschaft erspielen konnte. Nach dem leckeren Abendessen im Clubhaus wurde von der Organisatorin Karin Berghuijs das Zwischenergebnis verkündet. Und das hätte nicht fairer sein können: nach dem ersten Tag stand es neun zu neun! Die Entscheidung mussten also die Einzel am zweiten Tag bringen. Auch hier war wieder ein Lochwettspiel nach demselben Modus vorgesehen. Es war ein bisschen kühler als am ersten Tag, und irgendwann türmten sich schwarze Wolken am Himmel, aber es kam ein frischer Wind auf und wehte sie davon. Es blieb also auch am zweiten Tag trocken, ideale Bedingungen für einen Wettkampf! Immer wieder sah man auf benachbarten Bahnen andere Spielerinnen in orange- und türkisfarbenen Polos und konnte erkennen, wie konzentriert alle bei ihrem Spiel waren. Man merkte aber auch, und das wurde später bestätigt, wie fair und freundschaftlich der Umgang zwischen allen war. Nach einem späten Lunch im Clubhaus wurde es dann spannend, denn schon vorher, durch Austausch einzelner Ergebnisse wurde klar, es wird knapp! Und das war es auch! Am zweiten Tag endete das Turnier mit 19 zu 17 für Deutschland, der Teller blieb also im Lande, und Steffie Wiederholt, die das Turnier für das deutsche Team perfekt organisiert hatte, hielt ihn einmal kurz in die Runde und erwähnte, dass wir uns schon jetzt darauf freuen, die niederländischen Golffreundinnen im nächsten Jahr bei uns zu begrüßen.
Und dann hieß es Abschied nehmen, und die Teilnehmerinnen fuhren Richtung Den Haag oder Hamburg, nach Amsterdam oder Frankfurt oder wo immer sie herkamen. Für alle war klar: es waren drei richtig tolle Tage, und wenn es geht, möchten alle beim nächsten Mal gerne wieder dabei sein.
Zum deutschen Team gehörten: Sabine Adelsberger-Schmeer, Klaudia Binder, Kristin Grundmann, Caroline Lescow, Marika Löchte, Martina Löhr-Wenzel, Heike Madest, Maria Peters, Tatjana Röller, Barbara Rottwinkel-Kröber, Helga Wehrle, Stephanie Wiederholt,
Henrike Madest











