Auf den Spuren des ganzen Europäischen Hochadels…

 

…wanderten 12 Nicht-Adelige,  fröhliche  Golfdamen  zur  Einstimmung in  unser  neues  DGSG- Jahr. Bestimmt 10 mal fand  in früheren Jahren das Abschlussturnier der Region Nds/B auf dem Celler Golfplatz statt, aber Zeit für einen Stadtrundgang oder gar eine Schlossbesichtigung war natürlich nie.

Nun aber nur Kultur – kein Golfen. Nach herzlichen Begrüßungen nach der langen Winterpause, Vorstellung von Antje, eines früheren DGSG-Mitglieds aus Wilhelmshaven, und der Freude über Sybille, die nach langer Krankheit wieder dabei sein kann, ging es mit einer netten Führerin los. Und da hatten wir auch schon die Ahnentafel früherer Bewohner des Schlosses und deren Verzweigungen in Europas Königshäuser. Ganz unten steht der wohl allen bekannte Ernst-August von Hannover. Seine Vorfahren saßen auf Englands Thron und beglückten die Welt mit vielen Kindern, die mit allen Königshäusern sehr erfolgreich verheiratet wurden.

Mit seiner Mutter Viktoria Luise war ich im Jahr 1958 zusammen in einem Skikurs in Braunlage im Harz – zur Erheiterung und Verblüffung aller – selbst unserer Führerin.

Erstaunt bewunderten wir dann den sehr guten Zustand aller Räume, durch die wir schreiten durften. Ein Schlosstheater mit eigenem Ensemble, deren Besucher während der Aufführungspausen durch die Prachträume schlendern dürfen. Ein Rittersaal, der für Veranstaltungen und Sitzungen genutzt wird. Ein Innenhof, in dem im Sommer Freiluftaufführungen angeboten werden. Aber die Küche aus dem 18. Jahrhundert und die einmalige protestantische Kapelle aus dem 16.Jahrhundert, die einzige europaweit, die im Original erhalten ist, sind  ebenso zu bestaunen.

So ist dieses Schloss ein echter Mittelpunkt der Stadt Celle, die mit  ihren etwa 500 erhaltenen und stets gut restaurierten  Fachwerkhäusern  ein Touristenmagnet ist.  Nun schlenderten  wir  -natürlich fröhlich schwatzend- durch die Straßen, warfen einen neugierigen Blick in die großartige Stadtkirche, bewunderten diesen so einheitlichen Stadtkern bei herrlichstem Frühjahrssonnenschein und trafen uns dann in einem Kaffeehaus (gegr. 1871 als Baumkuchenbäckerei) zum ausgiebigen, gemütlichem Austausch und ließen uns verwöhnen.

Danach teilte sich die Gruppe  nach Dank an Ingrid und Rosi für diesen schönen Tag auf,  mit dem Versprechen, am 16.4. in Burgwedel beim ersten Golftreffen wieder dabei zu sein.

Ursula Kausch