Golf- und Kulturreise Bregenzer Festspiele

 

„Libiamo ne’lieti calici…“

„Lasst uns aus den frohen Kelchen trinken…, mit diesem berühmten Trinklied aus Giuseppe Verdis Oper La traviata beginnt das Opernspektakel auf der Bregenzer Seebühne. Dieses herrliche Brindisi mit der eingängigen Melodie!  Am liebsten würde man mitsummen. Auf der riesigen Bühne mit überwältigendem Seebühnenbild – ein zerberstender Spiegel – wird das Leben, die Liebe und der Genuss mit einer ausschweifenden, burlesken Pool-Party im Stil der glamourösen Goldenen 20er-Jahre gefeiert. Das Wasserbassin zwischen Bühne und Sitzrängen dient Regisseuren jeder Produktion als willkommenes, dramaturgisches Mittel. Aktuell als Pool, in dem Wassernixen pfiffig choreografiert plantschen. Auch die Protagonisten müssen in so mancher Szene durchs knietiefe Wasser waten. Man mag gar nicht daran denken, welchen Stress in diesen speziellen Szenen Tontechniker und Kostümbildner im Off aushalten müssen.

Romantikhotel „Das Schiff“

Wasser – und zwar von oben – kam auch bei der Golf- und Kulturreise der DGSG Süd-West ins Spiel. 22 Damen machten sich auf den Weg nach Hittisau. Check-in, kurze Erholung und dann Styling für den Abend. Unsere Regionalleiterin Helga Hoering lud zum Begrüßungsaperitif ein. Das mehrgängige Menü überraschte und bot an den folgenden Tagen noch weitere kulinarische Höhepunkte. Ein Trinklied wurde nicht geschmettert, aber dennoch entwickelte sich schnell eine fröhliche und herzliche Atmosphäre. Auch unsere neue Präsidentin Mela Fiedler nahm an der Reise teil und konnte so einen guten Kontakt zu den DGSG-Damen aus Süddeutschland knüpfen.

Golfpark Bregenzerwald

Am folgenden Tag war eine Golfrunde im Golfpark Bregenzerwald geplant. Die diversen Wetter-Apps verhießen Gutes für die Natur nach der langen Hitzeperiode, aber nichts Gutes für eine entspannte Golfrunde in der wunderschönen Vorarlberger Landschaft. Helga organisierte kurzerhand frühere Startzeiten. 19 Damen begaben sich auf die Runde. Doch eine rasch aufziehende Gewitterfront forderte einen sofortigen Abbruch des Spiels. Jeder Flight suchte den kürzesten Weg zu Schutzhütte, Geräteschuppen, Bushaltestelle oder Clubhaus. Hagel, Starkregen und Temperatursturz. Beim Abendessen war die entgangene Golfrunde kein Thema mehr. Erfahrene Golferinnen akzeptieren klaglos solche Situationen und legen routiniert das Material trocken, bereit für die nächste Golfrunde.

Für den Abend bat Helga um weißes Outfit mit DGSG-Schal und Abzeichen. Dazu passte bestens das filigrane Freundschaftsbändchen in Weiß, das Helga jeder Teilnehmerin persönlich übereichte. Eine liebevolle Geste.

Intermezzo

Der Dienstag stand bis zum Festspielmenü und anschließender Busfahrt zu den Festspielen zur freien Verfügung: Bummel durch das schöne Lindau, Backstage-Führung auf der Seebühne, Baden im Bodensee, Auffahrt mit der Bergbahn auf die Niedere, eine entspannende SPA-Behandlung im Hotel – die DGSG-Damen haben immer Ideen und bleiben auch ohne Golfschläger aktiv.

Überwältigt vom 6-gängigen Festspielmenü mit Weinbegleitung machten wir uns beschwingt und voller Vorfreude auf den Weg nach Bregenz. Das Hotel stellte für alle Fälle Festspieltaschen mit Sitzkissen, Decke und Regencape zur Verfügung.

Bregenzer Seebühne

Das weitläufige Festspielareal am See kanalisiert mit breiten Aufgängen mühelos die über 6000 Festspielbesucher zu den Rängen. Unsere Plätze befanden sich in der obersten Reihe mit Überdachung.

In lauer und windstiller Abendstimmung erlebten die Besucher einen Festspielabend, wie er nicht besser hätte sein können. Die finnische Sopranistin Marjukka Tepponen brillierte in der Rolle der lebenshungrigen, aber unglücklichen Kurtisane Violetta Valéry. Ihr kongenialer Partner Julien Behr sang die Rolle des Alfredo Germont. Grelle, bunte Party- und Revueszenen, Videoprojektionen auf den beweglichen Spiegelelementen, eine schwarze Kugel, die scheinbar schwerelos und doch bedrohlich über die Protagonistin hinabschwebte und dann wieder hochemotionale Soli und Duette in klassischer Operntradition auf fast leerer Bühne. Perfekt von Regisseur Damiano Michieletto und Bühnenbildner Paolo Fantin in Szene gesetzt. Der Funke sprang über, und man litt mit den unglücklichen Liebenden mit. Eine beeindruckende Aufführung, die allen in Erinnerung bleiben wird.

Golfclub Ulm

Auf dem Heimweg dieser besonderen Reise stand noch eine Golfrunde im Golfclub Ulm an. Ein Club mit bester Willkommenskultur. Es wurde gut gespielt. Die drei besten Netto-Ergebnisse erzielten:

Andrea Simon (1.Platz), Diana Buchheit (2. Platz) und Mela Fiedler (3.Platz).

Das abschließende Stimmungsbild im Chat spricht für sich: Begeisterung und großartiges Feedback von allen Seiten. Danke von Herzen, liebe Helga, für deinen Einsatz und dafür, dass du uns diese außergewöhnliche Reise ermöglicht hast.

Anette Huber