Region Mitte besucht das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden
Am 12. November folgten 33 Damen der Region Mitte der Einladung unserer Regionalleiterin Traudel Rochel zum Saisonabschluss ins Museum Reinhard Ernst (mre) in Wiesbaden. Zwei Kunstvermittlerinnen des Museums informierten uns über die Ziele der Ernst-Stiftung und die Entstehung der Sammlung und des Museums.
Dieser vom Architekten Fumihiko Maki aus Japan, eines Freundes des Stifters, geplante und 2024 fertig gestellte Bau – der “Zuckerwürfel“ – besticht nicht nur durch seine interessante Formensprache und Lichtregie als eigenständiges Kunstwerk, in dem sich jeder Besucher wohl fühlt. Er dient vor allem in vorzüglicher Weise der Absicht des Stifters Ernst, der Sammlung der abstrakten Kunst der Nachkriegszeit und auch Leihgaben aus aller Welt eine Heimat zu geben.
Die Spezifika der Malerei Helen Frankenthalers, insbesondere ihr Arbeiten auf nicht-grundiertem rohen Untergrund, mit den sich daraus ergebenden Prozessen ihrer Ästhetik, lernten wir an ausgewählten Exponaten kennen. Beeinflusst von Jackson Pollock beginnt Frankenthaler, die auf dem Boden liegende Leinwand zu bearbeiten und den veränderten Farbauftrag für die weitere Gestaltung der Fläche zu nutzen. Reinhard Ernst hat schon früh die Qualität dieser Pionierin der abstrakten Kunst erkannt, sie gefördert und ihre Arbeiten gesammelt.
Wie der Titel der Sonderausstellung “Helen Frankenthaler moves Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess“ verrät, wird in der Ende Oktober eröffneten Ausstellung gezeigt, wie sich diese drei jüngeren Künstler mit zwölf Arbeiten Frankenthalers aus der Sammlung Ernst auseinandersetzen und sich von ihrer künstlerischen Entwicklung inspirieren lassen. Die Künstler können in jeweils einem Raum mit Frankenthalers Werk in Korrespondenz treten, sei es in formalen oder inhaltlichen Bezügen oder auch in direkten Gegenüberstellungen. In einem weiteren Raum, dem “Kathedralchen“, weil mit einer Deckenhöhe von 14 Metern versehen, finden sich Arbeiten aller vier Kollegen. Gerade hier bestätigt sich die Aussage von Dr. Oliver Kornhoff, des Direktors des mre: „Die Ausstellung FRANKENTHALER MOVES zeigt eindrücklich, wie Helen Frankenthalers Pionierarbeit bis heute bewegt – als Inspiration, Herausforderung, als Bestätigung des eigenen Schaffens oder konzeptuelle Grundlage für neue künstlerische Sichtweisen.“
Mit vielen interessanten Eindrücken und Anregungen konnten wir nach dem Rundgang durch dieses neue Museum, dessen Konzept uns überzeugend nahegebracht worden war, im Museums-Restaurant “rue1“ zusammensitzen und ein hervorragendes Essen gemeinsam genießen. Auch diesen Programmpunkt hatte unsere von allen geschätzte Regionalleiterin Traudel Rochel wunderbar organisiert. Hanne Fernau-Ulloth sprach bei ihrem Dank an Traudel allen Teilnehmerinnen der Region Mitte aus dem Herzen. Wir alle sind glücklich, liebe Traudel, eine so engagierte, kompetente und liebenswerte Organisatorin zu haben. Jede Veranstaltung mit dir ist ein Geschenk für uns. Wir danken dir sehr, dass du weiter für uns tätig sein willst, und wir freuen uns jetzt schon auf jedes weitere Treffen mit dir.
Eli Harth
















